Herangehensweise
Indirekte Medienpädagogik
Ein wesentliches Element unserer ganzheitlichen Medienpädagogik ist der bewusste Verzicht auf digitale Medien während der ersten Schuljahre. In diesen legen wir den Fokus auf analoge Erlebnisse und soziale Interaktionen. Waldtage, Theater- und Musikprojekte, Ausflüge, handwerkliche und künstlerische Tätigkeiten fördern Fantasie, Kreativität, kritisches Denken und Sozialkompetenzen. Diese Basis ist essenziell, um später digitale Technologien kompetent, verantwortungsbewusst, selbstbestimmt sowie sinnvoll zu nutzen.
Direkte Medienpädagogik
Digitale Medien werden behutsam und erst ab einem bestimmten Alter in den Unterricht integriert, um die notwendige Urteilsfähigkeit und Selbstverantwortung zu gewährleisten. Ab der 7. Klasse setzen wir digitale Medien bewusst als Werkzeuge im Unterricht ein und vermitteln die notwendigen Kompetenzen im Umgang mit Hard- und Software. Die Schüler*innen lernen, Computer und Internet sinnvoll zu nutzen, um sich sicher und kompetent im digitalen Raum bewegen zu können.
Eltern/Erziehungsberechtige als direktes Gegenüber
Die medienpädagogischen Massnahmen unserer Schule können nur in enger Kooperation mit den Eltern/Erziehungsberechtigen wirksam sein. Elternabende und gemeinsame Vereinbarungen über die Nutzung dieser Medien auch ausserhalb der Schule von Eltern mit Eltern, bei denen die Schule nur als Moderatorin auftritt, stärken diese Zusammenarbeit.
Prävention und Aufklärung
Unsere Präventionsarbeit beginnt früh: Wir sensibilisieren Schüler*innen sowie Eltern für Themen wie Kindesschutz, Datenschutz, Cybermobbing und die rechtlichen Aspekte der Mediennutzung. Ab der 6. Klasse werden gezielte Veranstaltungen mit externen Fachleuten organisiert, um den sicheren Umgang mit digitalen Medien zu fördern.
Weiterführende Links
Elternvereinbarung zur Mediennutzung
Auszug aus dem Medienkonzept der Schule:
… Elternvereinbarungen fassen die von den Eltern einer Klasse gemeinsam erarbeitete Haltung zusammen. Dabei steht der Prozess der Ausarbeitung im Vordergrund, also der Austausch zwischen den Eltern. Idealerweise resultiert daraus eine von allen getragene Vereinbarung. Ziele: Mit der Elternvereinbarung wird die Grundhaltung der Elternschaft einer Klasse dem Thema digitale Medien gegenüber transparent gemacht. Abmachungen, Wünsche, Standpunkte sowie offene Fragen werden diskutiert und in geeigneter Form festgehalten. Wichtig dabei ist der Prozess, vor allem die offene Diskussion zum Thema. Sinnvollerweise wird die Diskussion von einem Elternratsmitglied mit entsprechender Erfahrung begleitet. Nach Möglichkeit wird ein schriftliches, allenfalls unterschriebenes Dokument angestrebt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema und das Ringen um einen Konsens sind in jedem Fall von grossem Wert, auch wenn keine eigentliche Vereinbarung abgeschlossen werden kann. Ein wiederkehrender bzw. nie endender Prozess: Die Auseinandersetzung unter den Eltern ist nicht mit einer einmaligen Vereinbarung abgeschlossen, sondern bedarf der kontinuierlichen oder doch zumindest periodischen Fortsetzung. Mit dem Älterwerden der Kinder tauchen neue Chancen und Herausforderungen auf, die erneut thematisiert werden wollen. Idealerweise wird das Thema Mediennutzung einmal pro Jahr als Schwerpunkt eines Elternabends traktandiert. Dabei muss mindestens verifiziert werden, ob die getroffenen Abmachungen weiterhin für alle ausreichend und gültig sind.