Unser pädagogischer Kompass
Die Beziehung zur Klassenlehrperson bleibt in der Mittelstufe bestehen und bietet weiterhin Sicherheit und Orientierung. Gleichzeitig werden die Schüler*innen ermutigt, in ihrem eigenen Tempo zunehmend selbstständig zu denken, zu handeln und Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.
Erleben, erkennen, verstehen – Schritt für Schritt in die Welt
In der Mittelstufe beginnen die Schüler*innen, sich selbst und ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. Sie stellen Fragen, suchen Zusammenhänge und entdecken die Freude am Verstehen. Unser Unterricht greift diesen Entwicklungsschritt auf – mit einem ausgewogenen Zusammenspiel von kognitiven, künstlerischen, handwerklichen und bewegungsbezogenen Angeboten.
Epochenunterricht – in ein Thema eintauchen
In drei- bis vierwöchigen Epochen tauchen wir tief in ein Thema ein. Ob Ackerbau, Handwerk, Formenzeichnen / Geometrie, Pflanzenkunde oder beim Entdecken von Tierwelt, Geografie und Astronomie: Die Kinder lernen durch eigenes Tun, Beobachten, Schreiben und Reflektieren.
Lernen durch sinnstiftende Zusammenhänge
Lesen, Schreiben und Rechnen entwickeln sich aus sinnstiftenden Zusammenhängen – etwa, wenn eigenes Getreide geerntet und zu Brot verarbeitet wird oder geometrische Formen im Naturbezug gezeichnet werden. Grammatik, Schreibschrift, Bruchrechnen und Geometrie werden im Kontext erlebt und geübt.
In der 5. Klasse folgen Pflanzenkunde, Geometrie und Alte Mythen oder auch das „selber Käse herstellen“. In der 6. Klasse folgen dann Geologie, Geografie und Phänomene aus der Physik. Für eine Woche ist die 6.Klasse im Sternkundelager und lernt anhand von Sternkarten, den Himmel zu erkunden und die Unendlichkeit erstmals konkret zu erfahren. Damit schliessen die Schüler*innen die Mittelstufe ab.
Vom Erleben zum Denken
Das Kind wächst in dieser Stufe vom gefühlsgetragenen Weltzugang hin zum kausalen Denken. Mit der zunehmenden Fähigkeit zu planen, zu beobachten und eigene Lernprozesse zu strukturieren, wird der Grundstein für selbstständiges Lernen gelegt bevor die Schüler*innen in die Oberstufe weiterziehen.
«Unterricht soll Räume öffnen, in denen Kinder ihre Weltbeziehung entzünden können. Und diese entzünden wir, indem wir die Welt ins Klassenzimmer holen.»
Jost Schieren

Was die Kinder erleben …
Aus dem Epochenunterricht
In der 4. Klasse folgen Tier- und Sachkunde, welche auf folgende Fragen eingehen: Wo bin ich zuhause? Was bedeutet Heimat? Dazu werden in der Umgebung Ausflüge unternommen und Karten gezeichnet.
Pflanzenlager
Im Pflanzenlager der 5. Klasse tauchen die Schüler*innen eine Woche lang in die Welt der Botanik ein. Sie beobachten, sammeln und bestimmen Pflanzen, lernen deren Besonderheiten kennen und erforschen Zusammenhänge zwischen Natur, Klima und Lebensräumen. Durch eigenes Erleben und genaues Beobachten entwickeln sie eine vertiefte Beziehung zur Natur und erfahren, wie stark unser Leben mit der Pflanzenwelt verbunden ist
Sternkundenlager
Das Sternkundenlager eröffnet den Schüler*innen einen praktischen Zugang zur Astronomie. Sie erkunden den Nachthimmel, lernen Sternbilder zu erkennen und setzen sich mit Himmelsbewegungen auseinander. In gemeinsamen Beobachtungen wird die Faszination des Kosmos lebendig. So erhalten die Kinder einen ersten konkreten Bezug zur Unendlichkeit des Universums und erleben Naturwissenschaft als anschaulich und inspirierend.
Steinkundelager
Im Steinkundenlager beschäftigen sich die Schüler*innen intensiv mit Geologie. Sie sammeln Gesteine, bestimmen Mineralien und erforschen Landschaftsformen in der Natur. Praktische Übungen und Exkursionen machen deutlich, wie die Erde aufgebaut ist und welche Kräfte sie geformt haben. Die Kinder erleben die Welt der Steine als Grundlage für das Leben auf unserem Planeten und erweitern so ihr naturkundliches Verständnis.
Durchführung und Umfang der Lager und Projekte sind standort- und lehrpersonenabhängig und variieren je nach Klassensituation und Unterstützung.
Projekte/Lager (Standortabhängig)
– Pflanzenlager
– Sternkundenlager
– Steinkundenlager








Einbezug der Eltern
Die Eltern/Erziehungsberechtigten besuchen in der Regel einmal pro Quartal einen Elternabend und helfen aktiv mit bei Lagerbegleitungen und teilweise auch bei Bauprojekten. Jährlich findet mindestens ein Standortgespräch statt. Die Mitarbeit der Eltern/Erziehungsberechtigten ist für uns als Schule wichtig, um eine adäquate Begleitung für die Schüler*innen zu gewährleisten und die Klassengemeinschaft zu stärken. Dabei wird immer im Dreieck Eltern/Erziehungsberechtigten, Lehrpersonen und Schüler*innen gearbeitet.
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Dirk Dietz
Leiter Schulkoordination