Zur Anthroposophie
Das Wort «Anthroposophie» stammt aus dem Griechischen und bedeutet «die Weisheit des Menschen». Aufgrund der wissenschaftlichen Forschungen in der nicht-physischen Welt wird sie auch als Geisteswissenschaft bezeichnet. Die erste anthroposophische Gemeinschaft wurde 1912 in Köln gegründet. Die Ursprünge dieser Bewegung fanden ihren Anfang in den geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzungen von Rudolf Steiner (1861 – 1925), der bereits seit den 1890er Jahren durch Bücher, Schriften und Vorträge in der Öffentlichkeit tätig war.
Steiners Tätigkeit ist nicht als Belehrung oder abgeschlossenes Welt­anschauungsmodell zu verstehen, sondern als Anregung für jegliches freies Streben nach Erkenntnis eines einzelnen Menschen. Diese Hinweise zu geistigen Realitäten sind in jedem Fall durch eigenes, unbefangenes und verstandesmäßiges Denken zu prüfen. Aus diesem Suchen nach einem ganzheitlichen, vertieften Begreifen des Menschen und der Welt sollen konkrete Handlungen folgen. Aus solchen Tätigkeiten durch anthroposophische Erkenntnisse sind viele Initiativen in wichtigen Lebensbereichen entstanden: Pädagogik und Heilpädagogik (Waldorf- und Steinerschulen), Landwirtschaft (biodynamische Landwirtschaft, Demeter), Medizin (anthroposophische erweiterte Medizin), Heilmittel und Kosmetik (Weleda, Wala) sowie im gesellschaftlich-wirtschaftlichen Bereich (Soziale Dreigliederung), vielen verschiedenen Künsten (z.B. Architektur, Musik, Bewegung) und einer konfessionsunabhängigen Religionsforschung.
Schule und Anthroposophie
Die Grundlage der Anthroposophie ist ein unbefangenes, logisches Denken. Die Anthroposophie ist an den Steinerschulen jedoch weder ein Schulfach noch Lerninhalt.